Gimpel – auch Dompfaff genannt – gehören laut NABU-Vogelzählung zu den 30 häufigsten Gartenvögeln in Deutschland.

Bereits mit einfachen Mitteln kann man es Gimpeln im Garten behaglich machen.

Man kann sie im Winter zum Beispiel mit Körnerfutter, Beeren und Sämereien anlocken.

Außerdem können Sträucher und Bäume ihnen beim Nisten helfen, da sie Unterschlupf und Sichtschutz bieten.

Denn Gimpel leben meist versteckt und nisten gerne in immergrünen Gehölzen, z. B. Fichten.

Künstliche Nisthilfen nehmen Gimpel jedoch nicht an.


Gimpel bzw. Dompfaff erkennen: Gesang, Gefieder, Verhalten.


Video: Männchen und Weibchen fressen schwarze Sonnenblumenkerne


Fütterung: Was fressen Gimpel?

Im Herbst und den Winter hindurch finden sich Gimpel an künstlichen Futterplätzen ein – meist in Paaren und manchmal sogar in kleinen Scharen.

Gimpel zählen zu den Körnerfressern. An Futterstellen nehmen sie – wie im Video zu sehen – Sonnenblumenkerne gut an.

Dompfaff beim Futterspender.

Gimpel bzw. Dompfaff beim Futtersilo.

Mit ihrem kräftigen Schnabel öffnen Gimpel zudem allerlei Samenkapseln, Früchte und Beeren.

Sie bedienen sich im Frühling zudem an den Blatt- und Blütenknospen, z. B. Weidenkätzchen.

Daher sind die Tiere mancherorts unbeliebt, denn sie fressen auch gern die Blütenknospen von Obstbäumen.

Denn sind Gimpel einmal ausgewachsen, ernähren sie sich rein vegetarisch.

Doch für die Aufzucht ihrer Jungtiere benötigen sie Schnecken und Insekten, z. B. Blattläuse, Fliegen oder Ameisen.


Video: Gimpel im Garten (Englisch: Bullfinch)


Nahrung aus der Natur

Die im folgenden genannten Pflanzen, bieten Gimpeln eine Vielfalt an Nahrung.

Möchte man Gimpel anlocken, kann man versuchen, möglichst viele davon im Garten zu kultivieren.

Kräutersamen

Gimpel fressen in der Natur z. B. Kräutersamen von:

  • Löwenzahn
  • Hirtentäschel
  • Ampfer
  • Brennnessel
  • Vogelmiere
  • Vergissmeinnicht
  • Knöterich
  • Gänsedistel

Gimpel frisst Löwenzahnsamen

Also ist es ratsam, im Garten auch einige Ecken für Beikräuter bzw. Beiblumen zu reservieren.

Nicht nur die Gimpel werden profitieren, wenn man Wildkräuter kultiviert und aussamen lässt.

Mäht man Kräuter überall ab, nimmt man nicht nur Gimpeln eine wichtige Futtergrundlage.

Gimpel-Dompfaff frisst Ahornsaat

Baumsamen

Außerdem nutzen Gimpel die Samen vieler Bäume als Nahrungsquelle.

Wenn man genug Platz hat, auch die folgenden Bäume im Garten wachsen zu lassen, freuen sich die Vögel.

Baumsamen, die Gimpel gern fressen, sind z. B.:

  • Birke
  • Esche
  • Ulme
  • Buche
  • Ahorn
  • etc.

Video: Gimpel/Dompfaff im Winter


Beeren und Früchte

Gimpel lieben viele Beeren und Früchte. Doch das Fruchtfleisch interessiert sie meist nicht.

Sie schälen stattdessen mit ihrem Schnabel die Samen aus den Früchten.

Beeren tragende Sträucher und Büsche sind daher ein weiteres Mittel, um den Gimpel in den Garten zu locken.

Gimpel fressen z. B. die Beere und Früchte folgender Sträucher:

  • Brombeeren
  • Schneeball
  • Vogelbeere
  • Mehlbeere
  • etc.

Gimpel Dompfaff frisst gelbe Beeren

Fütterung für Gimpel

Alle oben genannten Beeren und Samen kann man auch an Futterplätzen anbieten.

Dafür kann man sie zum gegebenen Zeitpunkt ernten und lagern.

Zudem kann man Gimpel im Winter mit typischem Winterfutter für Körnerfresser ernähren, z. B.:

  • Sonnenblumenkerne
  • Hanfsamen
  • gehackte Nüsse
  • geschrotete Getreidekörner
  • Getrocknete und gefrorene Beeren
  • Wildvogelfutter

Gimpel fressen gern vom Boden, fliegen aber auch Futtersilos und offene Futterstellen an.


Gimpel/Dompfaff Füttern

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Nisthilfe: Wie brütet der Gimpel?

Möchte man den Gimpel zum Nestbau einladen, kann man blickdichte Büsche und Sträucher anpflanzen.

Künstliche Nisthilfen nehmen die Tiere nicht an, daher sind ihre Nester auch stets durch Räuber bedroht.

Bei in Gefangenschaft lebenden Tieren ist das anders – wie das folgende Video zeigt.


Video: Domestizierte Gimpel füttern ihre Jungen


Natürliche Nistplätze

In der Natur nisten Gimpel sehr versteckt in rund 1,2 bis 1,8 Meter Höhe.

Immergrüne Sträucher und Bäume sind besonders beliebt.

Gerne bauen Gimpel ihr Nest z. B. in den Kronen junger Tannen und Fichten – wie im folgenden Video zu sehen ist.


Video: Fütterung im Gimpelnest


Nistmaterial bereitstellen

Anstatt eines Nistkastens kann man sie mit Nistmaterial unterstützen.

Zunächst sucht das Männchen den Platz für das Nest aus. Danach baut das Weibchen innerhalb weniger Tage ein Nest.

Dafür benutzt sie z. B. folgendes Nistmaterial:

  • trockene Äste/Reiser
  • junge Triebe
  • Wurzeln
  • Grashalme
  • Moos
  • Haare

Diese Dinge kann man gezielt im Garten auslegen und anbieten. Dadurch erleichtert man vielen Vögeln den Nestbau.

Gimpel sitzt auf Futterschale.

Fazit

Möchte man Gimpel ansiedeln, kann man sie im Herbst mit passendem Futterangebot anlocken.

Wenn man zusätzlich schützende Vegetation und Nistmaterial anbietet, baut mit Glück schon im nächsten Frühling ein Gimpel-Weibchen ihr Nest in der Nähe.

Ein wichtiger Aspekt bei jeder Wildvogelfütterung ist Kontinuität. Kommt es häufig zu Nahrungsengpässen, gelingt es selten, die Tiere langfristig zu binden.

Ein erster Schritt ist es, an einer Futterstelle stets Sonnenblumenkerne bereitzustellen. Geschält und ungeschält – beide Varianten werden gut angenommen.

Sonnenblumenkerne sind günstig (rund 1 € pro kg) und viele weitere Vogelarten werden davon profitieren.


Video: Gimpel an Futterschütte


Wer zudem eine Wildvogel- Futtermischung anbietet, erhöht die Chancen, dass Gimpel darauf aufmerksam werden.

Zusätzlich kann man einige Bäume und Sträucher anpflanzen. Wer genug Platz hat, kann mit Vogelbeere, Schneeball und einer kleinen Fichtenecke beginnen.

Duldet man zudem auch Wildkräuter im Garten und lässt sie aussamen, nützt dies Gimpeln im Frühling und Sommer. Nicht nur werden sie die Samen fressen, sondern auch die durch die Kräuter angelockten Insekten für die Aufzucht ihrer Jungtiere nutzen können.

Wildkräuter unterstützen die lokale Artenvielfalt allgemein. Das wiederum kommt dann einer ganzen Reihe von Wildvögeln zugute.

Schließlich darf man nicht vergessen, eine Wasserstelle bereitzustellen. Denn auch Gimpel brauchen – wie alle Vögel – beständigen Zugang zu sauberem Wasser.


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Quellen & Literaturtipps

Auf Xeno-canto.org findet man über 800 Aufnahmen des Gesangs und der Rufe von Gimpel/Dompfaff: Link zu Xeno-canto.

Bei Featherbase.info kann man sich ein Bild machen vom Gefieder der Vögel. Jede einzelne Feder kann ganz genau unter die Lupe genommen werden: Link zu Featherbase.


Weitere Vögel in den Garten locken:

Rotkehlchen
Rotkehlchen anlocken Kleiber anlocken

Männlicher Buchfink sitzt auf Zweig Zilpzalp
Buchfink anlocken Zilpzalp anlocken

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Stand: 30. April 2021


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9 Gedanken zu „Gimpel/Dompfaff anlocken | Fütterung & Nisthilfen | Tipps & Tricks“

  1. Habe im Garten das erste Mal ein Gimpelehepaar gesehen wie sie im Futterhaus abwechselnd Futter entnahmen.Leiter konnte ich kein Foto machen werde es weiter verfolgen.Ein Garten in Mayen.

  2. Wir wohnen direkt am Waldrand und im Winter kommen immer wieder Gimpel ans Futterhäuschen, den Rest des Jahres sieht man sie selten, weil sie sich in den Wald zurückziehen. Nun nistet aber seit 3 Tagen ein Gimpelpärchen direkt an unserem Haus in einem immergrünen Busch in ca. 1,70 cm Höhe. Mir ist es ein Rätsel, warum ein Platz so nah am Haus ausgewählt wurde. Eigentlich fände ich es toll, aber leider ist ca. 1 Meter neben dem Strauch unsre Katzenklappe, wo natürlich unsere Katze mehrmals täglich ein- und ausgeht. Der Buschvist so dicht, dass die Katze wahrscheinlich nicht bis ans Nest hochklettern kann. Aber kann das gut gehen? Oder sollen wir die Gimpel vertreiben, bevor sie ihr Nest weiterbauen?

    1. Hallo Andrea,
      vielen Dank für den Kommentar.
      Ob man die Gimpel vertreiben sollte, hängt natürlich davon ab, wie aktiv die Katze ist und ob sie zum Nest gelangen kann. Vielleicht könnte man das Nest zusätzlich mit einem grobmaschigen Netz schützen?
      Viel Freude im Garten und viel Glück bei der Entscheidung!
      Alex

  3. Hallo! Danke für drine Antwort. Das Gimpelpärchen ließ sich 3 Tage lang nicht mehr blicken oder zumindest flog es nicht mehr im Minutentakt zum Nest. Deshalb hatte ich (schweren Herzens) gehofft, dass sie den Brutplatz aufgegeben haben. Aber nun höre und sehe ich sie wieder. Unsere Katze wurde am Abend plötzlich unruhig und wollte am Stamm des Strauches hochklettern, was ihr aber nicht richtig gelingen kann, denn der Strauch ist so dicht und etwas stachelig. Wahrscheinlich hat das Weibchen im Nest übernachtet. Ich habe nun um den Stamm herum ein Netz gespannt, sodass die Katze nicht mehr hochkommt. Aber sie kann natürlich danebensitzen und lauern. Als die beiden Gimpel nicht da waren, habe ich mir vorsichtig das Nest angeschaut. Ehrlich gesagt sieht es nicht sehr stabil aus, es ist löchrig und „schwebt“ in dem Strauch, da gibt’s nicht einmal eine stabile Astgabel als Untergrund … kann es sein, dass unser Pärchen sehr jung und unerfahren ist?

  4. Und weil ich grad auf dieser tollen Seite bin, hätte ich noch ein paar Fragen: Unsere Kohlmeisen sind vor ca 10 Tagen ausgeflogen. Sollte ich das Nest im Nistkasten jetzt schon entfernen oder erst im Herbst/Spätwinter?
    Im anderen Nistkasten werden gerade Blaumeisen aufgezogen. Man hört sie seit 4 Tagen ziemlich laut piepsen, wenn die Vogeleltern Futter bringen. Wann werden sie ungefähr ausfliegen?
    Ich habe im Garten auch noch eine Zaunkönigkugel aufgehängt. Die sollte ja anscheinend in Bodenhöhe hängen. Das habe ich mich (wegen der Katzen) nicht getraut und sie in ca. 1,50 m Höhe in das buschige Quittenbäumchen gehängt. Ist das zu hoch? Wann nistet der Zaunkönig überhaupt? Ich könnte die Kugel nächstes Jahr in einen Reisighaufen hängen, wäre das vielleicht besser?

    Danke! Lg, Andrea

  5. Hallo! Irgendwie scheint bei unseren Gimpeln alles ziemlich schnell zu gehen. Vor Kurzem sah ich 4 Eier im Nest liegen und gerade vorhin, als das Gimpelpärchen gerade weggeflogen ist, habe ich ins Nest geschaut und gesehen, dass die Jungen geschlüpft sind!!! Es ist sooo schön. Ein Nest voll mit Kücken, federlos, aber sie atmen. Hoffentlich bleiben die Feinde fern!

  6. Hallo! Hoffentlich wird meine Frage bald beantwortet. Ich bin nämlich etwas besorgt… bei uns sind ja vor wenigen Tagen (vor ca. 3 Tagen) die Gimpelküken geschlüpft. Leider sehe ich (durch mein Küchenfenster) höchstens 1 x täglich die Eltern. Natürlich schaue och nicht ständig aus dem Fenster, aber als die Gimpel das Nest gebaut oder die Eier gelegt haben, sah ich sie ständig und hörte sie auch immer rufen … jetzt ist irgendwie nichts mehr los. Ich möchte die Tiere nicht stören, habe aber heute Früh gesehen, dass die Küken noch da sind und leben. Mir kommt es einfach komisch vor, dass die Gimpeleltern so selten zum Füttern kommen. Ist das normal?

  7. Hallo! Ich möchte nun noch vom Ausgang unserer Gimpel-Story berichten: Es waren schlussendlich 5 Gimpeljunge. Wir haben sie wie unseren Augapfel gehütet und sehr Rücksicht auf sie genommen. Heute sind sie „ausgeflogen“. Alle 5 saßen plötzlich auf der Treppe unter dem Strauch, wo sich das Nest befindet. Da unsere beiden Katzen herumstreunten, habe ich alle 5 Kücken in eine Schachtel gegeben und bewacht, bis wir unsere Katzen eingefangen und ins Haus gebracht haben. Die Gimpeleltern kamen und fütterten die Jungen immer wieder, auch in der Schachtel. Ich habe die Schachtel unter den Strauch gestellt und dann hab ich die süßen Gimpelchen einige Meter weiter ins Gebüsch am Waldrand gesetzt, wo sie fleißig von den Eltern weitergefüttert wurden. Unsere Katzen dürfen nun 1 – 2 Tage nicht mehr raus, bis die Jungvögel den nahen Wald erreicht haben. Viel Glück und ein langes Leben liebe Gimpelchen es war ein unglaubliches Erlebnis mit euch!

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