Ultraschall soll Katzen vertreiben können. Daher findet man im Handel Ultraschall-Tiervertreiber, die explizit als „Katzenschreck“ beworben und verkauft werden.

Doch kann das wirklich klappen? Um dies herauszufinden, wurde ein kleines Experiment durchgeführt.

Ultraschall gegen Katze?

Wie reagiert die Katze auf Ultraschall?

Warum soll Ultraschall gegen Katzen wirken?

Katzen können Ultraschall-Frequenzen bis 65 Kilohertz (kHz) hören. Diese Fähigkeit hilft ihnen in der Natur dabei, Mäuse und Ratten aufzuspüren.

Denn diese Nagetiere verständigen sich mittels Frequenzen bis zu 100 kHz.

Deshalb wird angenommen, dass Katzen sensibel auf hohe Frequenzen reagieren und sich damit verjagen lassen.

Katz und Maus

Manchmal wird sogar behauptet, dass Ultraschall gefährlich für Katzen sei und ihr Gehör schädigen könnte.

Es wird jedoch auch angemerkt, dass – ähnlich wie beim Menschen – ältere Katzen weniger gut hören können und ein Katzenschreck daher vor allem bei jungen Katzen wirken würde.

Diese Behauptungen galt es zu testen. Denn bei vorherigen Tests hatte sich eine angebliche Abwehr gegen Wespen nicht bestätigen können.

Bei Ratten hingegen war Ultraschall durchaus wirksam.

Testing

Wirksamkeit im Test

Für den Test wurde ein Ultraschallgerät verwendet, das Frequenzen im Bereich zwischen 13,5 bis 45,5 kHz abgeben kann.

Der verwendete Tiervertreiber hat fünf Einstellmöglichkeiten:

  1. 13,5 bis 19,5 kHz
  2. 19,5 bis 24,5 kHz
  3. 24,5 bis 45,5 kHz
  4. LED-Blinklicht: rot und weiß
  5. 13,5 bis 45,5 kHz plus Blinklicht

In diesem Experiment wurde der fünfte Modus verwendet, da er besonders stark wirken soll.


Katzenschreck Testgerät

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Dieses Gerät verfügt zudem über einen Bewegungsmelder, sodass über die Lautsprecher nur dann Ultraschall abgegeben wird, wenn sich wirklich ein Tier in der Nähe befindet.

Testaufbau

Der „Katzenschreck“ wurde im Eingangsbereich zu einer Küche aufgestellt.

Denn zwei junge Katzen werden durch die Gerüche aus der Küche magisch angezogen, da sie normalerweise für die beiden eine Tabuzone ist.

Wie die Katzen auf das Gerät reagiert haben, zeigt das folgende Video.


Video: Katzenschreck im Test


Testergebnis

Im Video sieht man deutlich, dass sich die Katzen durch den Ultraschallsender nicht gestört fühlen.

Sie gehen sogar in seine Nähe und beschnuppern ihn kurz, bevor sie weiter in die Küche vordringen.

Die schwarz-weiße Katze ist zunächst noch skeptisch und sie beobachtet das Gerät und die Blinklichter eine Weile. Insbesondere das laute Klicken, das ebenfalls vom Gerät abgegeben wird, lässt sie aufhorchen.

Doch ihr Bruder zeigt vor allem Neugier für die Dinge in der Küche, das Gerät wird einfach ignoriert.

Katze liegt ganz entspannt im Korb.

Also in diesem Test konnte keine abschreckende Wirkung auf Katzen gezeigt werden.

Die Annahme Ultraschall würde Katzen vergrämen, hat sich nicht bewahrheiten können.

Da es sich bei diesen Katzen um Hauskatzen handelt, könnte es jedoch sein, dass sich zumindest bei Wildkatzen eine Wirkung zeigt.

Die Unwirksamkeit könnte auch damit zusammenhängen, dass die Katzen sich am Testort zuhause und daher sicher gefühlt haben.

Test im Außenbereich

Beim Test im Freien konnten nämlich bessere Ergebnisse erzielt werden.

Im folgenden Video läuft eine streunende Katze vor den Katzenschreck und flüchtet, nachdem das Gerät auslöst.


Video: Test im Außenbereich


Hier sieht man eindeutig, wie sich die Katze erschreckt und vertrieben wird.

Doch es ist fraglich, ob es der Ultraschall war, der die Katze verscheucht hat. Vielleicht war auch das Blinklicht der entscheidende Faktor.

Im obigen Test wurde folgender Katzenschreck von „Vonivi“ verwendet: Im Modus 13,5 bis 45,5 kHz plus Blinklicht.


Katzenschreck „Vonivi“

vonivi Ultraschall Katzenschreck Star

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Auf YouTube finden sich zudem zwei weitere Videos aus einem Garten, in dem sich ebenfalls eine Wirkung gezeigt hat.


Video: Ultraschall doch wirksam? #1


In diesem Video erkennt man, wie der Ultraschallsender auslöst und die Katze danach verunsichert das Weite sucht.

Diesmal wurde ein Katzenschreck der Marke „Gardigo“ eingesetzt: Produktinfos bei Amazon.

Schließlich wurde auch am Tag ein Testerfolg erzielt und aufgenommen:


Video: Doch wirksam? #2


Obwohl die Katze sogar mit Futter angelockt wird, schreckt sie nach kurzem Zögern zurück.

Diesmal wurde ein Tiervertreiber von „Voss.sonic“ benutzt: Produktinfos bei Amazon.

Dennoch bleibt die Erfahrung aus dem Test mit den Hauskatzen, in dem keine Wirksamkeit sichtbar war.

Fazit

Fazit

An sich eignen sich die Schreck-Geräte gut für die Anwendung im Garten. Da sie über eine Solarzelle und einen Bewegungsmelder verfügen, brauchen sie nur wenig Pflege.

Doch zumindest gegen Katzen sollte man sich nicht auf einen Tierschreck mit Ultraschall verlassen.

Zwar kann man damit Streuner vertreiben, doch Katzen, die sich an einem Ort bereits sicher fühlen, wird man auf diese Weise nicht loswerden können.

Ein Problem ist zudem, dass auch Menschen sich durch die Geräusche gestört fühlen können. Dies kann dann zum Beispiel zu Streit mit den Nachbarn führen.

Daher ist es mancherorts verboten, die Geräte während der nächtlichen Ruhezeiten zu verwenden – also auch zu der Zeit, wenn viele Katzen aktiv sind.

Die Rechtslage ist nicht überall eindeutig, weshalb es regelmäßig zu Klagen auf Unterlassung und neuen Gerichtsurteilen kommt.

Alternativen

Alternativen

Möchte man Katzen vertreiben, gibt es einige Alternativen, die besser wirken als Ultraschall.

Dazu zählt vor allem Wasser. Denn die meisten Katzen hassen es, mit Wasser bespritzt zu werden.

Daher sind Wasserstrahl-Vertreiber ein Mittel der Wahl – insbesondere, um Gemüse- oder Blumenbeete vor Katzenkot und Urin zu schützen.

Auch am Fischteich kommen diese Geräte zum Einsatz, da sie ebenfalls gegen Reiher wirken sollen.


Wasserstrahlvertreiber gegen Katzen

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Außerdem soll die sogenannte „Verpiss-Dich-Pflanze“ Katzen vergrämen können (Plectranthus ornatus syn. Coleus canina). Die Wirkung der Pflanze ist jedoch überaus fraglich.

Zudem gibt es eine Reihe von Duftstoffen, die angeblich Katzen verscheuchen können (z. B. Lavendel- oder Zitroneneukalyptusöl). Auch hier ist die Wirksamkeit eher kritisch zu betrachten.

Wenn man besonders verzweifelt ist, kann man seinen Garten zudem mit Katzennetzen und/oder Elektrozäunen gegen Katzen schützen.

Der Installationsaufwand ist zwar nicht zu unterschätzen und auch die Kosten sind nicht unerheblich. Allerdings bieten insbesondere Netze eine hohe Wirksamkeit.


Netze und Zäune gegen Katzen

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Eine weitere Möglichkeit sind Dornengitter aus Kunststoff – sogenannte Katzengitter.

Diese kann man zum Beispiel in der Nähe von Vogelfutterplätzen oder bei Vogeltränken auslegen – insbesondere dort, wo Katzen sonst eine Versteckmöglichkeit finden, z. B. unter einem Busch.

Denn Katzen mögen es nicht, über diese Gitter zu gehen. Daher eignen sie sich auch als Schutz für Fensterbänke oder schale Zugänge zum Garten.

Die Dornengitter lassen sich auch als Abwehrgürtel an Baumstämmen befestigen, um Vogelnester gegen Katzen und Marder zu schützen.


Mit Katzenabwehrgürtel Vogeltod verhindern

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Bei der Anwendung gilt es jedoch zu bedenken, dass Katzen bis zu zwei Meter weit und hoch springen können.


Typische Dornengitter gegen Katzen:

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Die Dornengitter wurden von den selben Katzen getestet, die auch hier zu sehen waren – mehr Infos dazu: Dornengitter gegen Katzen.


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Stand: 10. März 2021


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