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Wenngleich Stare in Europa immer noch relativ häufig vorkommen, gehen die Bestände dramatisch zurück.

So hat sich der Bestand seit den 90er-Jahren fast halbiert. Die Hauptursache ist wahrscheinlich das Insektensterben.

Denn Stare sind besonders für die Aufzucht der Jungvögel auf große Insekten als Nahrung angewiesen.

Doch auch der Verlust von natürlichen Nistplätzen spielt eine Rolle. Alte Bäume werden abgeholzt und Nischen an Gebäuden verschlossen.

Daher ist es für Stare eine große Hilfe, wenn man ihnen Nisthöhlen aus Holzbeton oder Starenkästen aus Holz zur Verfügung stellt.

Jungstare mit Elternvogel

Frisch ausgeflogene Jungstare werden von den Eltern weiter gefüttert.

Nistkästen für Stare kann man sowohl mit einfachen Mitteln selbst bauen, als auch günstig im Internet kaufen.

Am empfehlenswertesten sind allerdings Nisthöhlen aus Holzbeton, da sie besonders langlebig sind.

Die Herstellung ist jedoch etwas aufwendiger als bei Holzkästen. Daher sind sie etwa doppelt so teuer.

Zunächst folgen einige Produktinformationen – auch als Inspiration für all jene, die sich einen Starenkasten selber bauen möchten.

Danach findet Ihr Hinweise zur richtigen Anbringung, sowie Videos und Tipps für den Eigenbau.


Video: Brutzeit im Starenkasten | Nistkasten-Kamera


Starennest im Baumstamm

Das Starennest: Fleißige Eltern füttern hungrige Küken.

Starenkasten kaufen: Produktempfehlungen

Wichtig vorab: Wird der Starenkasten in einen Baum gehängt, ist ein Marderschutz sinnvoll.

An unzugänglichen Hauswänden kann darauf verzichtet werden.

Allerdings behaupten auch einige Hersteller von Starenkästen, dass ein Abstand von 17 cm zwischen Einflugloch und Bodenplatte ausreichenden Schutz gegen Nesträuber bieten würde.

Dies ist allerdings fraglich, da Baummarder eine Armlänge von bis zu 15 cm haben.


Video: Baummarder am Nistkasten


Manchmal werden Nistkästen für Stare auch „Staren-Kobel“ genannt – wie die kugelförmigen Nester von Eichhörnchen, die übrigens auch manchmal in Starenkästen nisten.

Star füttert Jungen mit Insekten

Stare fressen nicht nur Insekten, sondern auch Schnecken und helfen dadurch, Schädlingsplagen im Garten vorzubeugen.

Starenhöhlen aus Holzbeton (Woodstone)

Nisthöhlen aus Holzbeton sind die Premium-Klasse unter den Nistkästen. Sie halten Wind und Regen ohne Probleme Stand.

Außerdem sind sie atmungsaktiv und isolieren gleichzeitig die Brut gegen Hitze und Kälte.

Daher ist der Bruterfolg in Holzbeton-Nistkästen besonders hoch.

Es gibt zwei Modelle von Schwegler, einmal mit Marderschutz (Typ 3SV) und ohne (Typ 3S).


Starenhöhle mit Marderschutz | Schwegler Holzbeton | Flugloch-Ø: 45 mm Typ 3SV

Nisthöhle 3SV Fluglochweite Ø 45 mm

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Starenhöhle ohne Marderschutz | Schwegler Holzbeton | Flugloch-Ø: 45 mm Typ 3S

Erdtmanns Schwegler 162 Staren-Nisthöhle zum...

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Ein weiterer Holzbeton-Nistkasten für Stare wird unter der Bezeichnung „Woodstone“ vertrieben.

Dieser Kasten ist vergleichsweise günstig und der Hersteller gibt 10 Jahre Garantie: Angebot bei Vivara.


Starenkästen aus Holz: Qualitätsmerkmale

Bei Nistkästen aus Holz gibt es große Qualitätsunterschiede. Denn Holz ist nicht gleich Holz.

Besonders empfehlenswert ist Lärchenholz. Doch auch heimische Kiefer, Fichte oder Tanne sind für Nistkästen okay.

Wichtig ist vorrangig, dass das Holz unbehandelt, trocken und abgelagert ist. Wichtig ist zudem das FSC-Siegel, was nachhaltige Forstwirtschaft unterstützt.

Grundsätzlich ist Massivholz besser haltbar als billiges Pressholz.

Starenkasten mit Sitzstange Nistkasten Star

Starenkasten mit Sitzstange und Star im Perlkleid.

Eine Frage, die sich bei Nistkästen immer wieder stellt: „Ist eine Sitzstange vor dem Einflugloch gut oder schlecht?“

Da Stare es lieben, vor oder auf ihrem Nistkasten zu sitzen, haben viele Starenkästen aus Holz eine Sitzstange.

Der große Nachteil ist, dass sich auch Nesträuber auf der Stange abstützen können, während sie versuchen, den Kasten zu plündern.

Daher gilt es, im Normalfall auf die Sitzstange zu verzichten und sie gegebenenfalls sogar abzusägen.

Nur wenn der Kasten so angebracht wird, dass Katzen, Waschbären und Marder ihn nicht erreichen können, ist eine Sitzstange sinnvoll.

Natürlich ist die Sitzstange auch kein Problem, wenn der Starenkasten über einen Schutz-Vorbau oder eine Auskragung verfügt, die als Marderschutz dient.

Hier drei Modelle mit vielen guten Bewertungen.


Staren-Kobel | Mit Marderschutz-Vorbau | 45 mm

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Nicht nur für Kinder ist es eine Freude, einen Nistkasten selber zu bauen.

Damit das nicht allzu kompliziert wird, gibt es auch bereits zurecht gesägte Bausätze zu kaufen.


Starenkasten | Bausatz für kleine & große Kinder | 18 mm Kiefernholz

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Starenkasten richtig aufhängen

Grundsätzlich gilt für Nistkästen, dass kein Regenwasser ins Nest kommen und er sich im Sommer nicht zu stark aufheizen darf.

Daraus folgen diese Grundregeln:

  1. Wind- und Wettergeschützt aufhängen.
  2. Einflugloch: Nach Osten oder Süd-Osten ausrichten.
  3. Keine volle Mittagssonne.
  4. Nicht nach hinten, sondern leicht nach vorn geneigt anbringen.
Nistkasten für Stare richtig aufhängen

Negativbeispiel: Dieser Nistkasten ist nicht optimal aufgehängt, jedoch schön bemalt.

Welchen Standort wählen?

Stare lieben es, in Gruppen zusammen zu brüten.

Daher sind Standorte ideal, an denen mehrere Kästen nah beieinander hängen können.

Starenkästen können sowohl über- als auch direkt nebeneinander aufgehängt werden.

Ideal sind Baumkronen mit viel Platz oder hohe Hauswände am besten mit Dachüberstand.

Wenn der Dachüberstand ausreichend breit ist, schützt er die Kästen sicher gegen Regen und Sonne.

Dann können die Einfluglöcher auch in andere Himmelsrichtungen ausgerichtet sein.

Damit die Nistkästen gut angenommen werden, ist außerdem entscheidend, dass die Vögel eine freie Anflugschneise haben.

Stare natürlicher Nistplatz in Baumhöhle

Natürlicher Nistplatz in einer Baumhöhle.

Wie hoch hängen?

Stare wollen hoch hinaus, das heißt, sie bevorzugen hoch gelegene Nisthilfen, zu denen Nesträuber schwer Zugang finden.

Als Mindesthöhe wird zwar auch 2 Meter angegeben, doch ein Kasten in 4–5 Meter Höhe wird deutlich besser angenommen.

Auch ein Balkon-Nistkasten in zehn Metern Höhe ist kein Problem für die Tiere.

Nisthilfen in Baumkronen und am Dachgiebel werden ebenfalls gern angenommen.

Starenkasten im Baum

Kurz vor dem Ausfliegen sind die Jungen am hungrigsten.

Wann aufhängen?

Am besten hängt man Starenkästen schon im Sommer oder Herbst auf.

Dann können sie im Winter einen natürlichen Geruch annehmen und werden im Frühjahr besser angenommen.

Stare kehren ab Februar/März in ihre Brutgebiete zurück und suchen dann aktiv nach Nistgelegenheiten.

Star im Perlkleid Gefieder

Star im Schlichtkleid und mit schwarzem Schnabel. Während der Brutzeit nutzen die weißen Federspitzen ab und der Schnabel färbt sich gelb. So entsteht das Prachtkleid.

Soll ein Kasten noch im selben Jahr bezogen werden, sollte er daher spätestens Mitte März aufgehängt werden.

Stare beginnen meist im April mit ihrer ersten Brut. Junge Vögel beginnen später mit der Eiablage als Altvögel.

Bei günstigem Wetter und an nahrungsreichen Standorten können erfahrene Elterntiere manchmal auch zwei Bruten großziehen.

Doch wahrscheinlich durch Insektenmangel werden Zweitbruten immer seltener.


Hier einige Tipps, wie man einen Garten insektenfreundlich anlegen kann.


Video: Was passiert im Starenkasten? | NABU-Bericht | Nistkasten-Kamera


Wie befestigen?

Leider kommt es immer wieder vor, dass Nistkästen während der Brutzeit herunterfallen.

Durch das ständige Ein- und Ausfliegen entstehen Bewegungen, die die Befestigung mit Zeit lösen können.

Insbesondere locker sitzende Dübel an Hauswänden sind ein Problem. Hier also bitte auf Nummer sicher gehen.

An Bäumen besteht, die Gefahr, dass der Baum durch die Aufhängung verletzt wird.

Eisennägel und -drähte rosten und führen dann zu einer Wunde in der Rinde, durch die Krankheiten eindringen können. Daher besser Nägel aus Aluminium verwenden, die nicht rosten können.

Verwendet man Drahtbügel zum Aufhängen an Ästen, sollten diese zudem dick mit Gummi ummantelt sein, damit sie nicht mit der Zeit einwachsen.


Video: Star-Steckbrief | Aussehen, Lebensraum, Lebensweise, Nahrung, Gesang


Starenkasten selbst bauen | Video-Anleitungen

Wenn man Erfahrung im Umgang mit Holz hat, kann es eine Freude sein, Nistkästen selbst zu bauen.

Dann kann man nur die besten Materialien verwenden und dem Kasten Persönlichkeit geben.

Starenkasten Grunddaten

  • Für Stare benötigt man eine Einfluglochgröße von 45 bis 50 mm.
  • Als Grundfläche reichen 15 × 15 cm, besser sind 20 × 20 cm.
  • Die Kastenhöhe sollte für Stare ungefähr 30 cm betragen.
Wendehals Starenkasten

Mit etwas Glück brütet auch der gefährdete Wendehals im Starenkasten. Er zählt zu den Spechten.

Hier eine Video-Anleitung vom NABU für den Bau eines Starenkastens.


Video: Starenkasten selbst bauen | NABU-DIY


Hier die Standard-NABU Bauanleitung für einen Starenkasten.

Es ist auch möglich, einen Nisthilfen aus Holzbeton selbst zu bauen.

Hier ein Video, in dem die Herstellung von Holzbeton-Nisthöhlen für Stare erläutert wird.


Video: Holzbeton-Starenhöhle selbst machen | DIY-Heimwerker


Ähnlich wie bei Schwalben ist es zudem möglich, Mehrfamilienhäuser für Stare anzubieten.

Diese Starenhäuser können sehr groß sein, was dann schon ein umfangreicheres Handwerks-Projekt darstellt.

Hier einige Infos dazu vom NABU-Edertal.

Star vor Nistkasten mit Jungvogel

Star im Prachtkleid. Jungvogel kurz vor dem Ausfliegen.


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Stand: 23. April 2022


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